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Mario Cohen

Ein Bild gibt uns das Gefühl, die ganze Welt in den Händen zu halten.
Photos sind Dokumente des Augenblickes, des Lebens, der Geschichte.
Die Photographie verwandelt die Welt in ein ewig fortbestehendes Angebot,
aus der Wirklichkeit in das Reich der Phantasie,
aus dem Schmerz in die Freude zu fliehen –
durch das Fenster der Seele, das Auge.

Mario Cohen

LISBOA – Lissabon/Portugal

Eine Städtereise zwischen der Melancholie des Fado, dem südländischen Flair und moderner Architektur.

Die portugiesische Hauptstadt Lissabon wurde auf sieben Hügeln am Fluss Rio Tejo erbaut. Eingeteilt in 4 Stadtbezirke und 53 Stadtgemeinden. Der älteste Stadtteil ist Alfama durch die Mauren gegründet, Baixa das Einkaufsviertel mit dem Aufzug Elevador da Santa Justa, das Altstadtviertel Bairro Alto, Belem mit dem Torre de Belém (UNESCO Weltkulturerbe), das kleine Viertel Castelo mit dem Castelo Sao Jorge, das aristokratische Viertel Chiado, Parque das Nacoes (Expogelände), Rossio die Unterstadt und Geschäftsviertel – nur um einige zu nennen. Jede auf seine Art anders und charakteristisch. Die alten Stadtviertel Alfama und Bairro Alto fanden wir am schönsten – ursprünglich, voller Atmosphäre mit einem sympathisch zurückhaltenden Lebensstil. An fast jeder Ecke oder freiem Platz ein Cafe oder Restaurant für den beliebten Bica, eine portugiesische Espressovariation. Kleine Einkaufsläden oder moderne Shops und für alle Nachtschwärmer sind diese Viertel bestens geeignet. Wer den Fado liebt, für den gibt es in der Alfama kleine ursprüngliche Lokale mit Darbietungen dieses melancholischen Gesangsstiles. In den Stadtvierteln Chiado, Baixa, Rossio und den Boulevards findet man u.a. die exklusiven Einkaufsläden voller Charme und in allen Vierteln die bunten Azulejos (gebrannte Kachelkunst) oder die verschiedensten Straßenmusiker mit Gitarren oder Akkordeons.

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Lissabon ist eine kosmopolitische Stadt mit einem reichen Kulturangebot und vielfältigen Museen. Am besten erkundet man sie natürlich zu Fuß (manchmal schon eine schweisstreibende Angelegenheit) oder zusätzlich per moderner oder nostalgischer Tram, Bus, Standseilbahn oder Metro. Die Stadt ist wunderschön, unheimlich viele alte gekachelte Häuserzeilen mit den obligatorischen schmiedeeisernen Gitterbalkons säumen die ursprünglichen Straßen und Gassen. Diese winden sich den Berg hinauf und wieder herab. Alle mit weissem oder schwarzem Kopfsteinpflaster teilweise in den verschiedensten Mosaiken bestückt. Dazwischen ruckelt diese wunderschöne alte Straßenbahn, die berühmte Linie 28 und bringt uns zu den Highlights Lissabons. Wir werden nicht müde diesen Flair täglich auf das Neue zu erleben und zu erfahren. Wir lassen uns treiben, bummeln durch die Straßen und vielen botanischen Gärten, schauen in die kleinen Boutiquen und Designershops, setzen uns an die zahlreichen stimmungsvollen Plätze und Miradoures (Aussichtspunkte) und trinken ein Wasser oder Kaffee. Besonders auch die moderne Architektur meistens in den Aussenbezirken zu finden wie dem ehemaligen Expogelände Parque das Nacoes mit dem größten Aquarium Europas, das Oceanàrio. Nicht zu vergessen die Metrostation Gare Oriente – eine unterirdische Kunstgalerie mit oberirdischer futuristischer Architektur.

Das besondere helle Sonnenlicht, die künstlerischen und kulinarischen Eindrücke, die Vielfalt der Nostalgie und der Moderne, die Melancholie und Leidenschaft des Fado, die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, aber auch die Lebensfreude der Menschen und der besondere Charme oder die Ursprünglichkeit der verschiedenen Stadtviertel zeichnen Lissabon aus. Für uns war es eine wunderbare Zeitreise durch diese lebendige Großstadtmetropole in die wir gerne wieder zurückkehren werden.

السلام عليكم‎ – As-salamu ʿalaikum Marrakesch

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Neue Impressionen aus der roten Stadt Marrakesch.

Nach ca. 3,5 Stunden Direktflug von Frankfurt-Hahn mit Ryanair erreicht man Marrakesch. An jeder Ecke gibt es neue Eindrücke zu erleben und zu erfahren. Das Riad Joya ist dabei unser ruhiger Zufluchtsort zum entspannen in dieser pulsierenden Stadt. In der Medina und den Souks werden wir von den Händlern mit Gesten und freundlichen Worten aufgefordert, ihre kleinen Geschäfte zu betreten. Dabei erzählen sie wortreiche Geschichten und wenn sie merken, dass wir aus Germany kommen, hören wir schon manchmal “Sauerkraut” oder einmal sogar von einem Soukhändler etwas durchaus auch nachdenkliches “Schaffe, schaffe Häusle bauen”.

Marrakesch ist anziehend, verwirrend, berauschend, sinnlich und manchmal auch ernüchternd.

Wer keinen Orientierungssinn hat ist in den Souks und der Medina hilflos verloren – aber verirren ist menschlich! Das macht eigentlich nichts, denn viele Einheimische helfen weiter. Leider gibt es auch Ausnahmen. Gerne wird von arbeitslosen Jugendlichen angeboten, dass sie den Weg zeigen und uns dorthin begleiten, auch ohne dass wir dies wollen. Natürlich dann gegen eine angemessene Belohnung, die durchaus zu Streitigkeiten führen kann.

Will man auf dem Djemaa el Fna Affenbändiger, Gaukler, Geschichtenerzähler, Schlangenbeschwörer oder Wasserverkäufer photographieren, muss man erst zuvor in Dirham festgelegte Preise bezahlen – aber Achtung, nicht gleich losphotographieren, erst unbedingt bezahlen, ansonsten gibt es mächtig Ärger.

Um die Ecke unseres Riads lebt der bekannte Kieler Maler Hans Werner Geerdts. Wir klingeln an seinem Riad und statten ihm einen Besuch ab. Der Maler, 1925 in Kiel geboren, ist nach einem Schlaganfall im vergangenen Jahr gezeichnet und halbseitig gelähmt. Er sitzt in seinem Lehnsessel und hadert mit seinem Schicksal. Er äußert, mittlerweile keinen Lebenswillen mehr zu besitzen. Er hätte in zwei Klinken medizinische Hilfe gesucht, aber leider konnte dort sein körperlicher Zustand nicht mehr verbessert werden. Geerdts wird von einem jüngeren Marrokaner gepflegt, der schon einige Jahre bei ihm lebt. Sein Riad ist ursprünglich eingerichtet und hat eine wunderschöne Atmosphäre. Der Maler möchte unbedingt hier in Marrakesch bleiben, dies ist jetzt seine Heimat. – mit Deutschland verbindet ihn nichts mehr.

www.geerdts-art.com

MUSIC VIDEO – OUM "Taragalte" – Soul Of Morroco

 

UNESCO WELTKULTURERBE VÖLKLINGER HÜTTE – IMPRESSIONEN

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Die 1994 vom UNESCO-Weltkulturerbe-Komitee unter Schutz gestellte Industrieanlage symbolisiert die Geschichte der Stahlerzeugung. Die Völklinger Eisenhütte wurde 1873 von dem Kölner Ingenieur Julius Buch gegründet, etablierte sich unter Carl Röchling zur größten Produktionsstätte für Eisenträger in Deutschland und war einst die modernste Industrieanlage in Europa und setzte in der Eisenverhüttung technische Maßstäbe. In den besten Zeiten der Eisenhütte verwandelten 20.000 Stahlkocher Erz mit Hilfe der saarländischen Kohle zu Eisen – sie wurde 1986 stillgelegt.

Die Völklinger Hütte ist auch ein europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur mit vielfältigen Ausstellungen und Veranstaltungen.

INDONESIEN

Bali… die Insel der Götter und Mystik

Über der ganzen Insel hängt der Duft von Räucherstäbchen und der Klang der Gamelanmusik. Traditionelles Leben und tiefgründiger hinduistischer Glaube verschmelzen mit Kunst, Kultur und einer faszinierenden Landschaft. Bali im Indischen Ozean bezaubert mit vielfältiger grüner Vegetation, Sandstränden, vorgelagerten Korallenbänken, imposanten Vulkangipfeln und einem Patchwork von Reisterrassen.

Überall spürt man die Religion, den Glauben und das spirituelle Leben der Bevölkerung. Trotz großer Beliebtheit ist Bali noch immer größtenteils ursprünglich geblieben. Die Menschen haben eine gesunde Balance mit ihrer Haupteinnahmequelle, dem kommerziellen Tourismus und ihrem traditionellen Alltag gefunden. Diese Balance ist für uns spürbar und wir lassen unsere Seele baumeln.

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Auf diese tiefgründige traditionelle Lebensweise der Menschen scheint der Einzug des Modernen mit all seinen Errungenschaften kaum Auswirkung zu haben. Überall kann man sie bei zeremoniellen Handlungen oder Prozessionen beobachten, sei es an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung, vor Geschäften, in abgelegenen Reisfeldern oder in den verschiedenen Tempeln. Der Hinduismus ist bei über 90% der Einwohner auf Bali verbreitet und lehnt sich an den indischen Hinduismus an. Brahma, Vishnu und Shiva sind die höchsten Gottheiten, daneben werden aber noch unzählige Götter und Göttinnen verehrt. Wichtig für die Balinesen sind aber auch die Dämonen, welche als Gegenspieler gesehen werden und denen durch Opfergaben und Gebete Einhalt geboten wird. Es geht immer um den Ausgleich, die Balance und es gibt keine Sieger oder Verlierer.

Die Menschen auf Bali scheinen ihrem eigenen Rhythmus zu folgen, welcher in erster Linie vom balinesischen Kalender bestimmt wird. Die verschiedenen Zeremonien, die den Jahres- und Lebenslauf ausdrücken, werden völlig in das alltägliche Leben mit einbezogen. Dieser so offensichtlich gelebte Glaube versetzt uns scheinbar in eine andere Zeit, besonders wenn man das Glück hat an einer privaten Zeremonie teilnehmen zu können, Tänze zugunsten der Götter zu verfolgen oder den Überfluß an Farben und Mustern der Gewänder zu bestaunen. Eines der wichtigsten Zeremonien ist die Verbrennung nach dem Tod, ein freudiger Anlass Abschied von einem Menschen zu nehmen. Das ganze Dorf beteiligt sich daran – laute Musik, farbenfrohe Gewänder und fröhliche Ausgelassenheit.

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Auf Bali leben ca. 3 Millionen offenherzige Menschen voller Lebensfreude und Harmonie und möchten dies gerne mit ihren Gästen teilen. Ihre Fröhlichkeit ist ansteckend, die ruhige Ausstrahlung und Gelassenheit zieht uns in ihren Bann und die Mystik der Insel wirkt wohltuend auf unseren Körper und Geist. Ihr Alltag ist von vielen Einflüssen aus der Geschichte, Religion und der gesamten Dorfgemeinschaft geprägt. Die Balinesen leben in völligem Einklang mit der Landschaft und der Natur ihres Landes. Familien haben einen großen Zusammenhalt und wohnen oft in mehreren Generationen harmonisch miteinander. Es wird sehr viel Wert auf die Solidarität der Menschen untereinander gelegt. Wer die Einstellung der Balinesen respektiert, kann beeindruckende Entdeckungen in ihrer Kunst, Kultur und Lebensweise bewundern.

 

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