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Category (Asien)

Bali (Indonesien) – Insel der Götter und Stairway to Heaven

 

Der Zauber von Bali – Religion, Menschen und besinnliche Momente im Rückblick

Om Suastiastu Bali – Herzlich Willkommen auf Bali

 

 

 

Stairway to Heaven – Himmelstreppen zu den Göttern und der Reisanbau

Der Reisanbau hat über Jahrhunderte eine sehr lange Tradition auf Bali und wird von vielen zeremoniellen Handlungen und Opfergaben begleitet. Der Reis hat die Insel geprägt, er ist ein Geschenk der Götter an die Menschen, ein Grundnahrungsmittel und sichert vielen Familien ihren Lebensunterhalt. Das für den Anbau nötige Wasser ist auch eine der Quellen bei der balinesischen Religion Agama Hindu Dharma / Hindu-Dharma-Religion. Wasser ist Leben – ohne Wasser kann kein Leben existieren. Das zeigen auch die vielen heiligen Wassertempel, zu denen die Menschen gehen, mit der Hoffnung auf Sündenvergebung und Reinigung der Seele. Für den Reisanbau kommt das Wasser von Quellen und Bächen aus den Bergen, wo die Götter wohnen. Es wird über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem abgeleitet, um die Reisfelder, die hier Padi heissen, fluten zu können. Die Reisterrassen prägen das satte grüne Landschaftsbild und werden von den Balinesen auch Himmelstreppen zu den Göttern genannt. Keine andere Landschaftsform gilt als typischer für Bali als diese Terrassen und sie werden immer noch mit schwerer Handarbeit weiter an den Berghängen oder leichter in den Ebenen angelegt. Dank dem fruchtbaren Vulkan-Boden und einem günstigen Monsum-Klima gibt es drei bis vier Ernten pro Jahr. Die Padi werden bestellt, Pflanzen vorgezogen und von Hand einzeln eingepflanzt. Die gelben, erntereifen Halme werden dann per Hand mit einer Sichel auf halber Höhe abgeschnitten und in Bündeln über einem Rost ausgeschlagen oder Flechtschale ausgeschüttelt. Mittlerweile gibt es auch einfache kleine Dreschmaschinen. Der Einsatz von Wasserbüffeln oder gar Handtraktoren ist nur auf den flachen Feldern möglich. 2012 wurden die Reisterrassen in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Besonders schöne Terrassen gibt es bei Belimbing, Jatiluwih, Sidemen, Tegallalang und Tirta Gangga. Auch bieten sich viele schöne Wege durch die abgegrenzten Reisfelder an und man kann den Reisbauern bei der Arbeit zu sehen und die vielen Schmetterlinge bewundern. Es geht entlang an Wassergräben, über kleine Holzbrücken, durch Wälder oder Palmenalleen und überall findet man an den Feldern Schreine mit Opfergaben. Hiermit wird die Fruchtbarkeitsgöttin Dewi Sri um eine reiche Ernte gebeten.

 

 

Ngaben Asti Wedana – die Verbrennungszeremonie für die Toten

In der balinesischen Tradition ist die Einäscherungszeremonie Ngaben ein wichtiger Abschnitt im spirituellen Leben eines gläubigen Hindu. Nach der Vorstellung dieses Glaubens dient der Körper nur als eine vorübergehende Hülle. Die Todesriten sollen bewirken, dass die Seele des verstorbenen Körpers gereinigt und von seinen Bindungen gelöst wird. Fester Bestandteil dabei ist der Glaube an die Reinkarnation, die Wiedergeburt der Seele. Das alte Leben gilt lediglich als eine Zwischenzeit im Zyklus von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Die erforderlichen Rituale und der beste Tag für die Zeremonie werden von Hohenpriestern genauestens festgelegt. Traurigkeit ist bei der Einäscherung des Leichnams dabei nicht zu sehen, denn dadurch könnte die Seele sich aufgefordert fühlen, doch noch zu bleiben und Unruhe in der Familie stiften. Es ist ein Fest für die ganze Familie und Gemeinde und wird begangen wie bei uns ein Volksfest. Die Rituale sind pure Freude, denn nun wird die Seele von der Last der irdischen Hülle befreit. Die Asche wird dann dem Wasser (Meer oder Fluss) zur weiteren Reinigung der Seele übergeben, die dadurch endgültige Loslösung erfährt, um wiedergeboren zu werden. Oft vergehen mehrere Jahre, bis sich eine Familie diese Zeremonie leisten kann. Um Kosten zu sparen werden gemeinsame Einäscherungen geplant, bei denen sich mehrere Familien zusammentun oder sich der Zeremonie einer kastenhöheren Familie anschließen. Die Verstorbenen werden dann vorerst einmal auf einem Begräbnisplatz bis zur Einäscherung beerdigt. Für diese werden dann die Knochen von den engsten Familienmitgliedern wieder ausgegraben, exhumiert und in weiße Tücher für den Transport gehüllt. Vor der Zeremonie müssen jeweils ein Transportschrein oder Bestattungsturm und die eigentlichen Särge hergestellt werden. Als Transportschrein wird ein auf einer Bambusplattform stehender hoher Verbrennungsturm (Wadah oder Badé) für die höheren Kasten benutzt. Er ist reich geschmückt mit Blumen, bunten Papieren und Tüchern sowie kunstvoll geschnitzten Dämonenfiguren zur Abwehr der bösen Geister. Der Wadah selbst verkörpert den ganzen Kosmos und die unteren Tragebambusstangen sind die Halter der Welt. Darüber symbolisch die irdische Welt. Dann kommt eine Nische verhangen mit Tüchern für die Aufbewahrung der Knochen des Verstorbenen und darüber Pagodendächer in ungerader Anzahl ähnlich der Mèrus von Tempeln als Sinnbild für die überirdische Welt oder den Himmel. Bei Angehörigen der Sudra Kaste ist es ein schlichter Trageschrein. Die eigentlichen Särge für die Feuerbestattung trägt man vorher leer zur Verbrennungsstätte, dem Kuburan und es werden schon Opfergaben dazu gestellt. Die Särge spiegeln die Kastenhierarchie wieder. Die einfachen Balinesen müssen sich mit schlichten, aber bunten Holzschreinen begnügen, während höhere Kastenangehörige in prächtigen verschiedenen Särgen (Lembu) verbrannt werden. Einige Beispiele für Särge sind ein weißer Stier / Kuh für Brahmanenpriester, ein schwarzer Stier / Kuh für Angehörige des Hochadels, ein geflügelter Löwe für Mitglieder des niederen Adels.

 

Vor dem Wadah oder den einfachen Trageschreinen beten die Angehörigen und die Trauergemeinde bereitet sich jetzt auf den Weg zum Kuburan vor. Die eingehüllten Knochen werden von Hohenpriestern auf den Wadah gebracht und dort gesichert oder in die einfachen Trageschreine gelegt. Viele Männer heben dann den Bestattungsturm oder die Schreine an und die gesamte Trauergemeinde bricht auf. Bei manchen Wadahs oder Transportschreinen sitzen oder stehen männliche Familienmitglieder und begleiten die Toten mit einer Figur eines Paradiesvogels. Damit schwingend wehren sie böse Geister von den Särgen ab. Die Prozession muss auch einen Fluss oder Wasserrinnsal überqueren, weil Geister nicht über Wasser gehen und nicht folgen können. Auch begleitet ein Gamelan-Orchester die Trauerprozession. Unter lautem Geschrei dreht man an jeder Abbiegung oder  Straßenkreuzung die Transportsärge und Wadahs einige Male wild im Kreis wild herum, auch das soll die Dämonen verwirren. Auf dem Einäscherungsplatz angekommen, werden die Knochen aus dem Turm oder Schrein geholt und in ein Lembu oder einfachen Holzschrein gelegt und mit heiligem Wasser übergossen. Familienangehörige bringen nun noch Opfergaben an die Särge und diese werden dann mit den Transportschreinen und Wadahs verbrannt. Danach bleibt nur die Familie zurück und nimmt ein wenig Asche mit und bringt sie in den nächsten Tagen zu einem Fluss oder Strand und diese wird dort mit einem kleinen Ritual und weiteren Opfergaben dem Fluss oder Meer übergeben.

 

 

“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben”

Hermann Hesse

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SINGAPUR – Singapura – 新加坡共和国 – சிங்கப்பூர் குடியரசு

Singapur Skyline WWW_01

 

Singapur ist ein Stadtstaat/Republik und flächenmässig mit ca. 715 km² der kleineste Staat in Südostasien und liegt an der meistbefahrenen Schifffahrtsstraße von Malakka. Singha – der Löwe und Pura – der Ort geben dieser Stadt den Namen “Löwenstadt”. Das Wahrzeichen Singapurs ist seit dem Jahr 1964 der Merlion, ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischkörper.
Diese internationale Metropole mit ca. 5,4 Millionen Einwohnern wird geschätzt, weil sie gut durchdacht, organisiert, sicher und als Wirtschaftszentrum in Asien ohne Korruption bekannt ist. Eine Millionenstadt mit hoher Umweltqualität, in der es nicht lärmt, nicht stinkt und nicht schmutzig ist. Zu den wichtigsten Vorsätzen gehört, die Lebensqualität der Bürger in allen Bereichen zu verbessern. Für viele Europäer zu westlich, zu steril und zu sauber. Aber vielleicht macht genau das den Reiz dieser grünen Gartenstadt aus. Moderne Architektur, die sich in einer faszinierenden Skyline zusammenfügt. Zersetzt durch weitläufige grüne Parks und riesigen Naturreservaten und das alles auf einer begrenzten Staatsfläche. 47% der Staatsfläche sind grün, 164 Hektar ursprünglicher natürlicher Regenwald, ca. 100 km (demnächst 300 km) Wege zum Joggen und Wandern verbunden durch sogenannte Parkconnectors – Brücken und Wege, mit denen die Grünflächen verbunden werden.

Singapur – eine Stadt mit Architektur der Superlative. Für Architekten, Bauingenieure und Stadtentwickler ist Singapur ein Eldorado an moderner Formgestaltung, Strukturen und Funktionen. Neben majestätischen Gotteshäusern sämtlicher Religionen stehen imposante Konstruktionen aus Glas und Stahl. Über Wolkenkratzer schwebende Palmengärten und ökologische Kulturbauten verleihen Singapur ein sehr attraktives Erscheinungsbild. Die Architektur hat einen besonderen Stellenwert, deshalb veranstaltet das Land jetzt jährlich ein Architektur-Festival, auf dem verschiedenste Bauten in aller Welt von einer Jury beurteilt und ausgezeichnet werden.

77% Chinesen, 14% Malaien und 8% Inder gehören den ethnischen Gruppen an. Die in Singapur verbreitesten Religionen sind der Buddhismus 33%, das Christentum 18%, der Islam 15%, der Taoismus 11% und der Hinduismus mit ca. 5%. Jede Religionsgruppe hat zwei Feiertage pro Jahr, die zu allgemeinen Feiertagen für alle Menschen in dieser Stadt gemacht wurden. Auseinandersetzungen wegen den verschiedenen Religionsgruppen gibt es nicht – Hinduistische Tempel oder islamische Moscheen befinden sich genauso wie buddhistische Tempel oder Kirchen nebeneinander. Die Regierung von Singapur unterstützt dabei die kulturellen Eigenheiten der Bevölkerungsgruppen und verteilt die neuen Wohnquartier gleichmässig unter ihnen auf. Man kann mit nur kurzen Wegen innerhalb Singapurs von Little India in das Araberviertel, Chinatown oder den Banken Distrikt wechseln und ist in den verschiedensten Kulturkreisen angekommen. Chinatown mitten in der teuren Innenstadtlage mit alten Shophouses/Geschäftshäusern und ursprünglichem chinesischen Leben auf den Straßen bis weit in die Nacht. Little India, weniger perfekt, dafür aber bunt und quirlig. Bugis und Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.
Ständig werden, gefördert durch die Regierung, neue Attraktionen und Freizeitangebote eröffnet oder angeboten. Nur um einige zu nennen: ArtScience-Museum, Botanischer Garten mit über 3600 Tieren fast aller in Asien vorkommenden Tierarten, Gardens by the Bay, Jurong Bird Park, MacRitchie Naturreservat, nationaler Orchideengarten, Nachtsafari, River Safari, Sentosa, Underwater World, Vivo City.
Eines der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Singapurer ist das Shoppen und anschliessend Essen gehen. Bekannteste Einkaufsstraße ist die Orchard Road mit eisgekühlten Shoppingmalls – offen 12 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es sonst nirgendswo auf der Welt soviele Geschäfte und Restaurants. Eines ist sicher, in dieser Stadt stirbt man nicht an Hunger. Jede neue U-Bahn Station und jedes neue Hochhaus in der Stadtmitte bekommt eine Shoppingmall mit Foodcentern und meist unterirdisch mit anderen Malls über mehrere Basements verbunden. Mehr als 30 Einkaufszentren – hier sind die typischen Singapurer besonders am Wochenende zu finden. Gute Ausbildung, 10 Stunden Arbeit am Tag, eine Eigentumswohnung, spät heiraten und wenige Kinder. Singapur hat die niedrigste Geburtenrate in Asien.

Singapur – die perfekte Stadt? Live, work and play – lebt, arbeitet und spielt in dieser schönen und grünen Stadt, die wir euch bauen. Eine Vision verordnet von der Regierung mit nur wenig individueller Gestaltungsmöglichkeit und trotzdem ist es dort lebenswert. Nur eine Frage bleibt, wo sind und leben die alten Menschen – man sieht sie kaum auf der Straße oder in den Einkaufspassagen.

 

Sulawesi – Indonesien

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Kaum jemand weiss, wo Sulawesi liegt, viele vermuten dieses Land in Afrika. Sulawesi gehört jedoch zu Indonesien, dem größten Inselstaat der Welt. Sulawesi, füher Celebes, ist eine Insel zwischen Borneo und Neuguinea und ist teilweise vulkanischen Ursprungs, daher gibt es immer noch sehr viele Vulkanausbrüche und Erdbeben dort.

Die Bevölkerung gliedert sich in verschiedene Volksstämme, bekannt sind die Makassaren, Bugis von der Südwesthalbinsel, die Toraja im zentralen Hochland, die Minahasa um Manado im Norden von Sulawesi sowie die Bajos an den Küstenregionen des Nordens. Allein in Sulawesi gibt es daher über 100 verschiedene Sprachen und traditionelle Kulturen. 80 % der Bevölkerung sind Muslime und 19 % Christen.

Der Bunaken Marine Nationalpark ist ein indonesisches Schutzgebiet im nordöstlichsten Zipfel Sulawesis mit einer Größe von ca. 750 km² in der Celebessee. Er umfasst die Inseln Bunaken, Manado Tua, Siladen, Mantehage und Nain. Hier finden Taucher eines der besten indonesischen Tauchgebiete. Über 300 Korallen- und 3000 Fischarten wurden hier gezählt, darunter auch der Delphin und Merlin. Beeindruckend sind die gewaltigen Abbruchkanten in die Meerestiefe (drop offs). Die Meerestiefe schwankt zwischen 200 und 1840 Metern mit einer Sicht unter Wasser von ca. 20 bis 30 Metern. Auf der Insel Manado Tua steht ein ruhender Vulkan.

 

Mingalabar Myanmar

Eine gefühlvolle Reise dokumentiert mit Bildern für alle, die Myanmar lieben oder sich dafür interessieren. Poetische, spirituelle und realistische Bilder aus einem vergessenen Land – es ist eine Reise in eine andere Zeit. Jahrzehntelang vor der Welt verborgen, gilt Myanmar mit seinen exotischen Sitten und Sehenswürdigkeiten als eines der ursprünglichsten Reiseländer Südostasiens. Das alte Asien ist noch in vielen Teilen des „Goldenen Landes“ zu finden, das auch als Lieblingsland Buddhas bezeichnet wird. Rotgoldene Tempel, Pagoden und Königsstädte, zauberhafte Landschaften und buddhistische Frömmigkeit, kaum berührt von westlicher Hektik. Aber das wahre Glück dieser Reise liegt in den Begegnungen mit den Menschen und den unbeschreiblichen Kulturschätzen. Man verfällt diesem Zauber, wird berührt von den vielen Eindrücken und fragt sich, ob diese Menschen mit ihrem Glauben, ihrer Religion und Lebensweise nicht freier und glücklicher sind, als wir mit unserem geregelten und bürokratischen Alltag.

 

Das Land von einer Militärjunta regiert, öffnet sich langsam und behält hoffentlich seine authentische Ursprünglichkeit. Sicherlich hat jetzt „die Lady”, Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi und ihr gewaltloser Einsatz für Demokratie, zur Öffnung des Landes beigetragen. Mit dem zunehmenden Bekanntheitsgrad Myanmars und dem daraus ansteigenden Tourismus kommen jetzt auch die typischen negativen Begleiterscheinungen dazu.

„Republik Union Myanmar“ – wie Burma/Birma heute heißt, ist mit einer Fläche von rund 680.000 Quadratkilometern am Indischen Ozean fast doppelt so groß wie Deutschland. Größte Stadt des Landes ist Yangon. Fast 90 Prozent der rund 54 Millionen Einwohner sind Buddhisten. Sie leben überwiegend von der Landwirtschaft. Myanmar gehört zu den ärmsten Ländern Asiens.

Kyay zu tin par tal  Myanmar

 

Diese Welt ist voll von wundersamen Dingen,
aber sie würden nicht viel Sinn ergeben ohne dich.

Burmesisches Sprichwort