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	<title>Afrika Archive - Volker Glöckner | Fotografische Reisen</title>
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		<title>AS-SALAMU ALAYKUM MARRAKESCH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bazaine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 14:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Marrakesch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marrakesch ist anziehend, berauschend, sinnlich, verwirrend und manchmal ernüchternd. In ca. 4 Stunden per Flug aus Deutschland erreicht man Marrakesch in Marokko. An jeder Ecke gibt es neue Eindrücke zu erleben und zu erfahren. Schon von weitem bei der Ankunft wird man von den Farbkontrasten dieser Stadt überrascht. Rot-ockerfarbene alte Festungsmauern aus gestampften Lehm und 19 km lang.</p>
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<figure class="wp-block-image"><a href="http://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/05/mg_6914-scaled1000.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1000" height="667" src="http://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/05/mg_6914-scaled1000.jpg" alt="mg_6914-scaled1000" class="wp-image-615" srcset="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/05/mg_6914-scaled1000.jpg 1000w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/05/mg_6914-scaled1000-738x492.jpg 738w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/05/mg_6914-scaled1000-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Marrakesch ist anziehend, berauschend, sinnlich, verwirrend und manchmal ernüchternd. In ca. 4 Stunden per Flug aus Deutschland erreicht man Marrakesch in Marokko. An jeder Ecke gibt es neue Eindrücke zu erleben und zu erfahren. Schon von weitem bei der Ankunft wird man von den Farbkontrasten&nbsp;dieser Stadt&nbsp;überrascht. Rot-ockerfarbene alte Festungsmauern aus gestampften Lehm&nbsp;und 19 km lang,&nbsp;Bäume mit&nbsp;leuchtenden&nbsp;Orangen, grüne Palmenhaine&nbsp;und teilweise beiger&nbsp;Sand&nbsp;dazwischen&nbsp;und im Hintergrund die Gipfel des Hohen Atlas.&nbsp;Die Riads Joya und El Cadi sind ein ruhiger Zufluchtsort zum entspannen in dieser pulsierenden Stadt.&nbsp;Riads sind traditionelle marokkanische Häuser oder alte Paläste mit einem schönen Innenhof als Garten oder Sitzplatz meist mit Springbrunnen und einer großen Dachterrasse. Oasen der Ruhe und manchmal in den verwinkelten engen Gassen sehr schwer zu finden.&nbsp;<br><br>Die „Rote Stadt” am Fuße des Hohen Atlas gelegen, zählt neben Meknès, Fès und Rabat zu den Königsstädten Marokkos. Eine labyrinthartige Medina, enge Gassen mit geflochtenem Schilf überdacht und beschattet, bunte Souks, Paläste, religiöse Bauten, alte Karawansereien, schreiende und wild gestikulierende Händler, Eselskarren, Garküchen, fremde Gerüche und grüne Oasen – das ist Marrakesch, die erste afrikanische Kulturhauptstadt seit 2020 und eine malerische Kulisse wie aus 1001 Nacht vor der Szenerie des Hohen Atlas Gebirges.&nbsp;Marrakesch ist auch eine Stadt der Künstler und es gibt eine Vielzahl an Kunstgalerien von Malern, Bildhauern und sonstigen Künstlern. Die vielen Literaturcafés dienen der Präsentation der Kultur Marokkos.&nbsp;Ausserhalb der Medina gibt es auch noch schöne Gartenanlagen, wie der von Jacques Majorelle und laden zum Verweilen ein, weitere alte Paläste und der Djemaa el Fna ist als UNESCO Weltkulturerbe ein Spektakel der besonderen Art.&nbsp;Die Stimmenfetzen, die kräftigen Farben, das quirlige Treiben, der Duft der vielen Gewürze und die vielfältigen Gerüche ergeben und bilden&nbsp;dort&nbsp;eine erstaunliche&nbsp;sinnliche&nbsp;Symphonie.&nbsp;Hier kann man auch die bekannten „Gnaouas“ erleben, die im Rhythmus ihrer Metallkastagnetten vibrieren und springen. Will man auf dem Djemaa el Fna Affenbändiger, Gaukler, Geschichtenerzähler, Schlangenbeschwörer oder Wasserverkäufer photographieren, muss man erst zuvor in Dirham festgelegte Preise bezahlen&nbsp;und darf&nbsp;nicht gleich photographieren, erst unbedingt fragen und bezahlen, ansonsten gibt es mächtig Ärger.<br><br>Das Museum Maison de la Photographie mit seiner Sammlung von alten Originalphotographien aus den Jahren 1870 &#8211; 1950 von Marrakesch ist eine sehr gute Anlaufstation, um das alte Marrakesch zu sehen. Auf der Dachterrasse gibt es ein Café mit weitem Blick über die Stadt. <br><br>Der ca. 4000 m²&nbsp;große&nbsp;Majorelle-Garten&nbsp;ist ein&nbsp;farbenfroher&nbsp;Ort&nbsp;und&nbsp;wurde von dem französischen Maler Jacques Majorelle geschaffen, der sich&nbsp;1922 in Marrakesch&nbsp;niederließ.&nbsp;1980 kauften&nbsp;Yves&nbsp;Saint Laurent und&nbsp;Pierre&nbsp;Bergé das Anwesen und retten&nbsp;dadurch&nbsp;den Garten&nbsp;vor dem Verfall.&nbsp;Heute&nbsp;ist&nbsp;der&nbsp;Garten&nbsp;im&nbsp;Besitz der Stiftung&nbsp;„The Majorelle Trust“ und beherbergt&nbsp;auch&nbsp;das Museum&nbsp;für&nbsp;islamische Kunst&nbsp;mit Kunsthandwerk und einer nordafrikanischen Textilsammlung. Der Botanische Garten&nbsp;hat eine Vielzahl&nbsp;an&nbsp;Pflanzen&nbsp;aus&nbsp;allen fünf Kontinenten und&nbsp;eine große&nbsp;Kakteensammlung, aber der&nbsp;Hauptgrund für die Beliebtheit des Jardin Majorelle&nbsp;dürfte&nbsp;in den blauen Wänden der Villa,&nbsp;der Bassins&nbsp;und&nbsp;den blauen und gelben Töpfen liegen.&nbsp;Das leuchtende, tiefe Blau wurde von Jacques Majorelle&nbsp;selbst&nbsp;gemischt&nbsp;und trägt heute&nbsp;auch seinen&nbsp;Namen „Majorelle-Blau“.&nbsp;Es&nbsp;sollte&nbsp;das Blau des Himmels von Marrakesch&nbsp;darstellen. Wer sich&nbsp;die&nbsp;Zeit&nbsp;und Ruhe&nbsp;nimmt, wird die wahre Kraft des Gartens spüren, die Verträumtheit und die Lebensfreude&nbsp;darin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>


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<p class="wp-block-paragraph">Um&nbsp;die&nbsp;marokkanische Handwerkskunst und die&nbsp;Geschicklichkeit der Handwerker zu&nbsp;sehen, sollte&nbsp;man&nbsp;unbedingt einen Gang durch die Souks der Medina&nbsp;machen.&nbsp;Die Souks sind eine Welt für sich und ziehen Besucher aus der ganzen Welt an und Verhandeln gehört dazu und es ist eine Tradition zum guten Einkaufserlebnis. Die Händler fordern mit Gesten und freundlichen Worten dazu auf, ihre Geschäfte zu betreten. Dabei erzählen sie wortreiche Geschichten und wenn sie merken, dass man aus Deutschland kommt, hört man schon manchmal „Sauerkraut” oder einmal sogar von einem Soukhändler etwas durchaus auch nachdenkliches &#8211; „Immer nur schaffe, schaffe Häusle bauen”. Es gibt unterschiedliche Souks, die sich traditionell seit dem Mittelalter nach Zünften organisieren und überall werden einheimische Gerichte angeboten. Die Händler bieten ihre Waren offensiv, aber höflich an. Auch sind es Orte, wo sich Menschen aus allen Teilen der Stadt treffen, um sich auszutauschen und die lokale Kultur zu erleben.&nbsp;Hier einige Souks für verschiedene Waren: Souk El Attarine ist bekannt für seine Gewürze,&nbsp;Souk Zrabi für Teppiche, Souk Fekharine für Töpferwaren,&nbsp;Souk Chouari für Holzschnitzkunst,&nbsp;Souk Sebbaghine für Färber,&nbsp;Souk Cherratine&nbsp;für seine Lederwaren und&nbsp;Souk Haddadine ist&nbsp;für Metall- und Schmiedekunst. Der Souk Semmarine ist einer der größten der Stadt mit einem großen Angebot an traditioneller marokkanischer Kleidung, Antiquitäten, Lebensmitteln und Gewürzen. Arganöl, Brochettes, Couscous, Harissa, Koriander, Kreuzkümmel, Merguez, Meschoui, Ras el Hanout, Safran, Schnecken, Tajines und Zimt sind einige Elemente der marokkanischen Küche, die es dort zu kaufen gibt. Es ist manchmal schwierig, sich in den engen Gassen der Medina und Souks zurecht zu finden, das macht eigentlich nichts, denn viele Einheimische helfen weiter. Leider gibt es mittlerweile auch Ausnahmen. Oft wird von arbeitslosen Jugendlichen angeboten, dass sie den Weg zeigen und dorthin begleiten wollen, auch ohne dass man es will und dann natürlich gegen eine angemessene Belohnung, die durchaus auch zu Streitigkeiten führen kann. Sie verfolgen einem aufdringlich und aggressiv, wenn man sich nicht auf sie einläßt.&nbsp;</p>


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<figure class="wp-block-image"><a href="http://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000.jpg"><img decoding="async" width="1000" height="667" src="http://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000.jpg" alt="MAROKKO" class="wp-image-429" srcset="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000.jpg 1000w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000-738x492.jpg 738w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000-768x512.jpg 768w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000-300x200.jpg 300w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/09/marokko_marrakesch_zaouia_sidi_bel_abbes_reiseimpressionen_01-scaled1000-449x300.jpg 449w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inschallah &#8211; so Gott will</strong><em> </em>ist das meist benutzte Wort der marokkanischen Bevölkerung. Die von den Berbern abstammende Bevölkerung wurde im Laufe der Geschichte von vielfältigen Einflüssen von Arabern und Europäern geprägt. Selbstbewusste Menschen, verwurzelt in Religion, Tradition und doch offen für westliche Einflüsse.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/01/2009-Marokko-Marrakesch-Djemaa-el-Fna-WWW_14.jpg" alt="" class="wp-image-6886" srcset="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/01/2009-Marokko-Marrakesch-Djemaa-el-Fna-WWW_14.jpg 1200w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/01/2009-Marokko-Marrakesch-Djemaa-el-Fna-WWW_14-738x492.jpg 738w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/01/2009-Marokko-Marrakesch-Djemaa-el-Fna-WWW_14-1024x683.jpg 1024w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2012/01/2009-Marokko-Marrakesch-Djemaa-el-Fna-WWW_14-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size">IMPRESSIONEN WIE AUS 1001 NACHT</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sitzen am Abend auf einer schönen Dachterrasse eines alten Riads in Marrakesch in farbenfrohen Kissen bestickt mit floralen Ornamenten in den Farben des Orients. Wir tragen luftige, bunte arabische Kaftans und genießen einen Pfefferminztee. Die Dachterrasse ist umgeben von Vorhangstangen, an denen farbige Stoffbahnen und Fahnen im Wind wehen. Ein kleines Glöckchen bimmelt ganz leise und zwei Wasserpfeifen sprudeln vor sich hin und wir schauen eng umschlungen dem Sonnenuntergang zu. Die untergehende Sonne übergießt den Himmel mit glühender Farbe und in der Ferne leuchten die Schneeberge des Hohen Atlas wie eine Bühnenkulisse über den roten- und ockerfarbenen Mauern und Minaretten der Stadt. <br><br>Unter uns liegt der Djemaa el Fna, der Platz der Geköpften und er erwacht gerade mit pulsierendem Leben. Aus allen Gassen der Medina strömen die Menschen herbei. Zum lauten Dröhnen der Trommeln der Schlangenbeschwörer beginnt sich die Dunkelheit über den Platz zu legen und daneben sammelt sich die Menge um einen Geschichtenerzähler. In den Garküchen schmoren Hammelspieße und Tajines. Auf bunten Decken breiten Händler ihre Waren aus, Ringe, Ketten und Armreifen, kunstvoll geschnitzte Holzfiguren und Babouches, die bunt bestickten Lederpantoffeln. Die Menschen gehen vorbei an den Schalen und Körben der Gewürzhändler, sie sind randvoll gefüllt mit duftenden Gewürzen in allen Nuancen von Rot, Braun und Gelb. Ingwer, Kardamom, Koriandersaat, Kurkuma, Kreuzkümmel, Muskatnuss, Nelken, Sternanis, Zimt und nicht zuletzt das edelste und teuerste Gewürz der Welt – Safran.<br><br>Der Zauber beginnt zu wirken. Immer mehr Männer in Djellabahs, den langen Wollgewändern mit Zipfelkapuze, Berberinnen aus dem Gebirge behängt mit schwerem Silberschmuck, verschleierte Frauen in Seide gehüllt, streben zu den Garküchen. Dort brutzeln Schafsköpfe, Heuschrecken oder Lammfüße unter gewaltigen Rauchschwaden vor sich hin. Mopeds, Fahrräder, Eselskarren und Lastenträger bahnen sich ihren Weg durch das Gewimmel der Berber. Affenbändiger, Akrobaten, Gaukler, Schlangenbeschwörer, Wahrsager, Wasserverkäufer, Wunderheiler und junge Männer, die in Frauenkleidern aufreizend tanzen, bevölkern den Platz. Verschleierte Frauen aus den Vierteln liefern Teig für das Fladenbrot an und verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind.<br><br>Ab und zu weht ein Hauch von Nelkengeruch und Weihrauch zu uns hoch. Der orientalische Duft von Gewürzen und Eingelegtem des Lebensmittelhändlers steigt in unsere Nasen und die leuchtenden Farben, der im Souk der Färber angebotenen Wolle, zieht unsere Blicke magisch an. Wohlschmeckende Bratspieße, genannt Mergez und süße Backwaren mit Honig lassen ein Gefühl des Hungers aufkommen. Das Gemurmel der Menschenmenge und das dumpfe Geräusch von Werkzeugen dringt auch an unsere Ohren und das Schreien der Lämmer durchbricht alle anderen Geräusche. In der Ferne hören wir einen Muezzin das Abendgebet durchs Megaphon beten, er wird begleitet von der Musik mehrerer Posaunen und Gesänge zum Ramadan. Das Abendrot lässt alles in einem feurigen Licht erscheinen, wir schliessen die Augen und geniessen diesen berührenden Augenblick.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2023/07/2009-Marokko-Ait-Ben-Haddou-WWW_01.jpg" alt="" class="wp-image-3000" srcset="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2023/07/2009-Marokko-Ait-Ben-Haddou-WWW_01.jpg 1200w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2023/07/2009-Marokko-Ait-Ben-Haddou-WWW_01-738x492.jpg 738w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2023/07/2009-Marokko-Ait-Ben-Haddou-WWW_01-1024x683.jpg 1024w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2023/07/2009-Marokko-Ait-Ben-Haddou-WWW_01-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-medium-font-size">VON MARRAKESCH ÜBER DEN HOHEN ATLAS NACH AïT BEN HADDOU</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Hohen Atlas und über den Tizi n’Tichka-Pass ( 2260 m ) gelangt man u.a. zu der bekannten Kasbah Aït Ben Haddou. Der Weg dorthin führt vorbei an rauen kargen Berglandschaften des Atlas-Gebirges und verschachtelten&nbsp;Berberdörfern, die oft in die Berghänge gebaut sind und teilweise an Pueblo-Dörfer erinnern.&nbsp;Es gibt nur wenige Stellen die passierbar sind. Eine davon ist von Marrakesch aus der Tizi n&#8217;Tichka Pass auf 2260 m Höhe. Die Strasse N9 darüber ist soweit gut befahrbar, asphaltiert und die kürzeste und schnellste Route von Marrakesch in den Süden. Von November bis März ist mit starken Regenfällen, Schneefall oder Glatteis zu rechnen und der Pass ist öfters dann gesperrt. Tizi bedeutet Berg&nbsp;und Tichka gefährlich&nbsp;&#8211; gefährlicher Berg.&nbsp;Sobald man vom Tizi n’Tichka-Pass bergab fährt verändert sich das Landschaftsbild von kargen Bergen in fruchtbare Täler und dann in ein wüstenähnliches Gebiet. Vor diesen Bergen bildet Aït Ben Haddou ein traumhaftes Bild in rotgelben Tönen am oft ausgetrockneten Fluss Asif Mellah. Sie ist ca. 180 km von Marrakesch entfernt und seit 1987 ein UNESCO Weltkulturerbe und Kulisse vieler Kinofilme wie die Bibel, Game of Thrones, Gladiator und Lawrence von Arabien. Die Kasbah war im 11. Jahrhundert der Hauptort der Sippe Aït der Ben Haddou und diese verdienten ihren Lebensunterhalt mit Karawanenhandel. Die Siedlung besteht aus eng aneinander verschachtelten Wohnburgen ( Tighremts ) mit Zinnen, aufwendigen Verzierungen, Innenhöfen und entstand aus Stampflehm und luftgetrockneten Lehmziegeln. Auf der Bergspitze befindet sich noch eine kleine Kasbah aus dem 17. Jahrhundert. Seit 1987 wird Aït Ben Haddou ständig renoviert wegen dem Zerfall bedingt durch Regenwasser. Doch die letzten Jahre fallen die Regenfälle immer mehr aus und durch das fehlende Wasser, die Witterung und die Belastung durch die vielen Touristenströme wird der dauerhafte Bestand der traditionellen Kasbah in Frage gestellt. Der Wandel vom Dorf zum Freilichtmuseum wird aber auch immer augenscheinlicher.</p>


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		<title>SEYCHELLEN &#8211; IM URLAUB EIN PARADIES AUF ZEIT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bazaine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 20:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Seychellen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man schon das Wort Seychellen hört, entstehen Bilder im Kopf, die Fernweh wecken auf das blaue Meer, weiße Traumstrände, Korallenriffe, bunte Fische, große Granitfelsen und Palmen, als wären sie aus dem Bildbearbeitungsprogramm entstanden. Wenn Strände die Vorsilbe "Traum" erhalten, dann ganz bestimmt diese Inseln im indischen Ozean.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn man schon das Wort Seychellen hört, entstehen Bilder im Kopf, die Fernweh wecken auf das blaue Meer, weiße Traumstrände, Korallenriffe, bunte Fische, große Granitfelsen und Palmen, als wären sie aus dem Bildbearbeitungsprogramm entstanden. Wenn Strände die Vorsilbe &#8222;Traum&#8220; erhalten, dann ganz bestimmt diese Inseln im indischen Ozean. Allen Stränden gemeinsam ist die Unberührtheit und überwältigende Natur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Republik Seychellen besteht aus 115 Inseln im Indischen Ozean, 1600 km vor der Ostküste Afrikas mit einer Fläche von <span lang="de-DE">455&nbsp;km²</span> und unterteilen sich in zwei Inselgruppen, die Inner- und Outer Islands und gehören zu Afrika und sind auch kulturell (kreolische Kultur) dorthin verbunden. Fast die Hälfte der Landfläche besteht aus Nationalparks oder Reservaten. Gezahlt wird mit der&nbsp;Seychellen-Rupie. Die beste Reisezeit ist von&nbsp;Mai bis Oktober. In diesen Monaten herrscht Trockenzeit mit Wind. <br>Arabische Kaufleute berichteten als Erste von den Inseln, dann kamen portugiesische Siedler. 1756 von den Franzosen kolonisiert und dann 1814 den Briten übergeben. 1835 wurde offiziell die Sklaverei abgeschafft, aber 1875 gab es immer noch ca. 3000 Sklaven auf der Insel. 1976 wurde das Land unabhängig und lebt seither hauptsächlich vom Tourismus unter strenger Beachtung von Arten- und Naturschutz. Die zweitgrößte Einnahmequelle neben dem Tourismus war und ist das blaue Gold – der Thunfisch. Die Einwohner der Inseln haben das höchste Pro-Kopf-Einkommen von Afrika.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1126" height="800" src="http://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Praslin-Michael-Adams_01.jpg" alt="" class="wp-image-2743" srcset="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Praslin-Michael-Adams_01.jpg 1126w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Praslin-Michael-Adams_01-704x500.jpg 704w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Praslin-Michael-Adams_01-1024x728.jpg 1024w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Praslin-Michael-Adams_01-768x546.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1126px) 100vw, 1126px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">42 Inseln bestehen hauptsächlich aus Granitstein und bilden die&nbsp;<strong>Inner Islands</strong>,&nbsp;das Herz des Archipels und dazu kommen zahlreiche kleine Koralleninseln und Atolle, die sogenannten Outer Islands.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inner Islands &#8211; Mahé</strong> ist die&nbsp;Hauptinsel und auch größte Insel und beheimatet etwa 90 % der seychellischen Bevölkerung. Victoria ist die Hauptstadt und hier liegt der wichtigste Flughafen der Inselgruppe und sie eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine Inselhopping-Tour. Der längste Strand mit vielen Hotels ist in der Beau Vallon Bay.&nbsp;<strong>Praslin</strong> ist die&nbsp;zweitgrößte Insel der Seychellen. Man erreicht sie am besten von Mahé aus mit der Fähre, die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Von hier stammt auch die sehr erotische und frivole Coco de Mer Frucht der Seychellenpalme. Sie wächst einzig nur im Naturreservat Vallée de Mai und auf der Nachbarinsel Curieuse und steht unter Naturschutz. Die Nuss braucht fast sieben Jahre zur Reife und kann bis zu 20 &#8211; 40 kg schwer werden. Der männliche Blütenstängel ähnelt einem riesigen Phallus, die weibliche Frucht erinnert an den Unterkörper einer Frau. Zur streng limitierten Ausfuhr braucht man eine Genehmigung und Zertifikat eines Händlers vor Ort, ansonsten droht eine Freiheitsstrafe. Die Nuss kostet dann je nach Größe ca. 200 – 800,- €.&nbsp;<strong>Silhouette</strong> ist die drittgrößte Insel und die Überfahrt von Mahé aus dauert ca. 30 Minuten oder alternativ nach 15 Minuten mit dem Hubschrauber zu erreichen.&nbsp;<strong>La Digue</strong> ist mit der Fähre von Praslin nur 15 Minuten entfernt. Die Insel kann man nur zu Fuß oder Fahrrad erkunden. Der&nbsp;Sandstrand Anse Source d&#8217;Argent&nbsp;mit seinen&nbsp;Granitfelsen&nbsp;ist das wohl&nbsp;bekannteste Motiv aus der Werbung von den Seychellen&nbsp;überhaupt.&nbsp;<strong>Frégate</strong> ist die berühmteste und teuerste Luxus-Insel der Stars und gekrönten Häupter. Die private <strong>North</strong> ist nur mit dem Hubschrauber zu erreichen und wohl die exklusivste Privatinsel im indischen Ozean.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Outer Islands &#8211;</strong> Unter den&nbsp;Outer Islands&nbsp;ist vor allem das&nbsp;UNESCO Weltnaturerbe <strong>Aldabra-Atoll</strong>&nbsp;bekannt.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Knapp 100.000 Menschen leben auf den acht ständig bewohnten Inseln, 90 % davon auf Mahé. Die am meisten vorherrschende Religion zu 95% ist das Christentum. Die Bevölkerung, die “Seychelloise”, sind bunt wie die Geschichte – ein Großteil der Einwohner sind Nachfahren französischer Siedler und afrikanischer Sklaven. Alle Bevölkerungsgruppen sind gleichberechtigt, gegenüber Fremden offen und haben eine gemeinsame Kultur entwickelt. Die offizielle Landessprache ist Creole bzw. Seselwa, aber es wird auch Englisch und Französisch gesprochen. Bedingt durch die afrikanischen Wurzeln der Einwohner gibt es noch Aberglauben und starke Bezüge zum Voodoo Ostafrikas. Zauberer, die Bonhommes du Bois oder auch Tontons genannt, spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Sie werden regelmäßig vor wichtigen Entscheidungen bei Krankheiten oder Problemen der Seychelloise konsultiert.<br>Die seychellische Küche wird von indischen, afrikanischen und etwas europäischen Einflüssen geprägt. Knoblauch, Ingwer, Koriander, Nelken und die vielen selbst zubereiteten Currys ergeben vielfältige kulinarische Geschmackserlebnisse und Gaumenfreuden. Viele Gerichte bestehen natürlich auch aus fangfrischem Fisch.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="http://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Mahe-Beau-Vallon-Bay-WWW_22.jpg" alt="" class="wp-image-2750" srcset="https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Mahe-Beau-Vallon-Bay-WWW_22.jpg 1200w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Mahe-Beau-Vallon-Bay-WWW_22-738x492.jpg 738w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Mahe-Beau-Vallon-Bay-WWW_22-1024x683.jpg 1024w, https://www.volkergloeckner.de/wp-content/uploads/2011/11/Seychellen-Mahe-Beau-Vallon-Bay-WWW_22-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


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<p class="wp-block-paragraph">“Gott hat uns die Zeit auf diesem Land geschenkt. Von Hektik hat er nichts gesagt”. Diese Volksweisheit trifft in diesem Sinne auf den Seychellen auf alle Dinge des Lebens zu. Ob wir auf verspätete Busse oder bestelltes Essen warten, alles geschieht mit Ruhe, Spontanität und großer Lebensfreude. So kann es durchaus vorkommen, dass sich die Einheimischen abends oder am Wochenende spontan am Strand zum Grillen oder Fussball spielen treffen oder sich bei karibischen Klängen und Reggaemusik zu einem Tänzchen hinreißen lassen.</p>
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