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Archive (Januar, 2012)

INDONESIEN

Bali… die Insel der Götter und Mystik

Über der ganzen Insel hängt der Duft von Räucherstäbchen und der Klang der Gamelanmusik. Traditionelles Leben und tiefgründiger hinduistischer Glaube verschmelzen mit Kunst, Kultur und einer faszinierenden Landschaft. Bali im Indischen Ozean bezaubert mit vielfältiger grüner Vegetation, Sandstränden, vorgelagerten Korallenbänken, imposanten Vulkangipfeln und einem Patchwork von Reisterrassen.

Überall spürt man die Religion, den Glauben und das spirituelle Leben der Bevölkerung. Trotz großer Beliebtheit ist Bali noch immer größtenteils ursprünglich geblieben. Die Menschen haben eine gesunde Balance mit ihrer Haupteinnahmequelle, dem kommerziellen Tourismus und ihrem traditionellen Alltag gefunden. Diese Balance ist für uns spürbar und wir lassen unsere Seele baumeln.

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Auf diese tiefgründige traditionelle Lebensweise der Menschen scheint der Einzug des Modernen mit all seinen Errungenschaften kaum Auswirkung zu haben. Überall kann man sie bei zeremoniellen Handlungen oder Prozessionen beobachten, sei es an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung, vor Geschäften, in abgelegenen Reisfeldern oder in den verschiedenen Tempeln. Der Hinduismus ist bei über 90% der Einwohner auf Bali verbreitet und lehnt sich an den indischen Hinduismus an. Brahma, Vishnu und Shiva sind die höchsten Gottheiten, daneben werden aber noch unzählige Götter und Göttinnen verehrt. Wichtig für die Balinesen sind aber auch die Dämonen, welche als Gegenspieler gesehen werden und denen durch Opfergaben und Gebete Einhalt geboten wird. Es geht immer um den Ausgleich, die Balance und es gibt keine Sieger oder Verlierer.

Die Menschen auf Bali scheinen ihrem eigenen Rhythmus zu folgen, welcher in erster Linie vom balinesischen Kalender bestimmt wird. Die verschiedenen Zeremonien, die den Jahres- und Lebenslauf ausdrücken, werden völlig in das alltägliche Leben mit einbezogen. Dieser so offensichtlich gelebte Glaube versetzt uns scheinbar in eine andere Zeit, besonders wenn man das Glück hat an einer privaten Zeremonie teilnehmen zu können, Tänze zugunsten der Götter zu verfolgen oder den Überfluß an Farben und Mustern der Gewänder zu bestaunen. Eines der wichtigsten Zeremonien ist die Verbrennung nach dem Tod, ein freudiger Anlass Abschied von einem Menschen zu nehmen. Das ganze Dorf beteiligt sich daran – laute Musik, farbenfrohe Gewänder und fröhliche Ausgelassenheit.

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Auf Bali leben ca. 3 Millionen offenherzige Menschen voller Lebensfreude und Harmonie und möchten dies gerne mit ihren Gästen teilen. Ihre Fröhlichkeit ist ansteckend, die ruhige Ausstrahlung und Gelassenheit zieht uns in ihren Bann und die Mystik der Insel wirkt wohltuend auf unseren Körper und Geist. Ihr Alltag ist von vielen Einflüssen aus der Geschichte, Religion und der gesamten Dorfgemeinschaft geprägt. Die Balinesen leben in völligem Einklang mit der Landschaft und der Natur ihres Landes. Familien haben einen großen Zusammenhalt und wohnen oft in mehreren Generationen harmonisch miteinander. Es wird sehr viel Wert auf die Solidarität der Menschen untereinander gelegt. Wer die Einstellung der Balinesen respektiert, kann beeindruckende Entdeckungen in ihrer Kunst, Kultur und Lebensweise bewundern.

 

MAROKKO

Von Marrakesch über den Hohen Atlas nach Ait Ben Haddou

Marrakesch, die rote Stadt am Fuße des Hohen Atlas gelegen, zählt neben Meknès, Fès und Rabat zu den Königsstädten Marokkos. Eine Berberstadt am Schnittpunkt von Sahara und Atlasgebirge. Alte Stadtmauern, religiöse Bauten, enge Gassen, Paläste, Riads und bunte Souks prägen das Stadtbild. Wunderschöne Gartenanlagen wie der von Jacques Majorelle laden zum Verweilen ein und der Djemaa el Fna ist als Weltkulturerbe ein Spektakel der besonderen Art. Über den Hohen Atlas mit dem Tizi n’Tichka-Pass (2260 m) gelangt man zu dem Ksar Ait Ben Haddou, ein weiteres Weltkulturerbe der UNESCO und Kulisse vieler Kinofilme.

MAROKKO

 

Impressionen wie aus 1001 Nacht

Wir sitzen auf der Dachterrasse eines alten Riad in Marrakesch in einem Haufen schöner Kissen bemalt mit floralen Ornamenten in den Farben des Orients. Wir tragen luftige, bunte arabische Kaftans. Die Dachterrasse ist umgeben von Vorhangstangen, an denen farbige Stoffbahnen und Fahnen im Wind wehen.

Ein kleines Glöckchen bimmelt ganz leise und die Wasserpfeife sprudelt vor sich hin. Wir sitzen eng umschlungen beieinander und schauen dem Sonnenuntergang zu. Die untergehende Sonne übergießt den Himmel mit glühender Farbe und in der Ferne leuchten die Schneeberge des Hohen Atlas wie eine Bühnenkulisse über den ockerfarbenen Mauern und Minaretten der Stadt.

Unter uns liegt der Djemaa el Fna, der Platz der Geköpften und er erwacht zum Leben. Aus allen Gassen der Medina strömen die Menschen herbei. In den Garküchen schmoren Hammelspieße und Tajines. Auf bunten Decken breiten Händler ihre Waren aus, Ringe, Ketten und Armreifen, kunstvoll geschnitzte Holzfiguren und Babouches, die bunt bestickten Lederpantoffeln. Die Menschen gehen vorbei an den Schalen und Körben der Händler, sie sind randvoll gefüllt mit duftenden Gewürzen in allen Nuancen von Rot, Braun und Gelb. Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Nelken, Zimt und nicht zuletzt das edelste und teuerste Gewürz der Welt – Safran.

Der Zauber beginnt zu wirken. Immer mehr Männer in Djellabahs, den langen Wollgewändern mit Zipfelkapuze, Berberinnen aus dem Gebirge behängt mit schwerem Silberschmuck, verschleierte Frauen in Seide gehüllt, streben zu den Garküchen. Dort brutzeln Schafsköpfe, Heuschrecken oder Lammfüße unter gewaltigen Rauchschwaden vor sich hin. Mopeds, Fahrräder, Eselskarren und Lastenträger bahnen sich ihren Weg durch das Gewimmel der Araber. Affenbändiger, Akrobaten, Gaukler, Schlangenbeschwörer, Wahrsager, Wasserverkäufer, Wunderheiler und junge Männer, die in Frauenkleidern aufreizend tanzen, bevölkern den Platz. Verschleierte Frauen aus den Vierteln liefern Teig für das Fladenbrot an, lassen sich ein Brandzeichen hineinprägen und verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind.

Ab und zu weht ein Hauch von Nelkengeruch, Weihrauch und Pfefferminztee zu uns hoch. Der orientalische Duft von Gewürzen und Eingelegtem des Lebensmittelhändlers steigt in unsere Nasen, die leuchtenden Farben der im Souk der Färber angebotenen Wolle zieht unsere Blicke magisch an. Wohlschmeckende Bratspieße genannt Mergez und süße Backwaren mit Honig lassen ein Gefühl des Hungers aufkommen. Das Gemurmel der Menschenmenge und das dumpfe Geräusch von Werkzeugen dringt an unsere Ohren und das Schreien der Lämmer durchbricht alle anderen Geräusche.

In der Ferne hören wir einen Muezzin das Abendgebet durchs Megaphon beten, er wird begleitet von der Musik mehrerer Ramadan Posaunen und Gesänge. Das Abendrot lässt alles in einem feurigen Licht erscheinen, wir schliessen die Augen und geniessen diesen berührenden Augenblick.

MAROKKO

 

Inschallah – so Gott will – das meist benutzte Wort der marokkanischen Bevölkerung. Die von den Berbern abstammende marokkanische Bevölkerung wurde im Laufe der Geschichte von vielfältigen Einflüssen von Arabern und Europäern geprägt. Selbstbewusste Menschen, verwurzelt in Religion wie Tradition und zugleich offen für westliche Einflüsse.